Blende auf!

 

Angeregt durch unseren Fotowalk zur Abenddämmerung in Uelzen, der Kenner spricht hier von der goldenen und der blauen Stunde, nahm ich mir vor, Objektive mit großer Blendenöffnung zu benutzten.

Für diejenigen, die weniger tief in der Fototechnik stecken, eine kurze Erklärung: man hat zwei Möglichkeiten, die Menge des Lichtes zu regulieren. Zum einen die Verschlusszeit und zum anderen die Blendenöffnung. Logischerweise fällt durch eine große Öffnung mehr Licht als durch eine kleine. Allerdings kommt der Blende auch eine gestalterische Aufgabe zu, je kleiner die Öffnung ist, um so größer wird der Bereich der Schärfe, der Fotograf spricht hier von der Schärfentiefe bzw. Tiefenschärfe.

Im Umkehrschluss kann man den Bereich der Schärfe verringern, je größer die Blendenöffnung wird. Dieses lässt sich besonders bei Porträts sehr vorteilhaft anwenden, um das Modell vom Hintergrund freizustellen. Hier trennen sich auch die Fotos, die mit einer Kamera oder einem Smartphone gemacht worden sind. Inzwischen kann man auch beim Smartphone das aufgenommene Objekt digital freistellen, meistens erkennt man es jedoch, weil die Übergänge von Schärfe zur Unschärfe nicht gleichmäßig erfolgen.

Nun zurück zu unserer anfänglich angeführten Aufgabe, um bei schwindendem Licht noch fotografieren zu können, benutzte ich an einer APSC-Kamera ein Weitwinkel (16 mm f 1.4), ein Normalobjektiv (33 mm f 1.4) und ein Porträt-Teleobjektiv ( 50 mm f 1.0). Es hat mich dabei besonders begeistert, bedingt durch die hohe Blendenöffnung, die Objekte selektiv mit gezielter Schärfe bzw. Unschärfe fotografisch umzusetzen.

Ich bin mir sicher, in dieser Richtung werde ich weiterarbeiten!




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