Vereinsabend der Fotogilde Uelzen 11.09.2025
Es war mal wieder soweit, die Fotogilde Uelzen hat sich im September zum Vereinsabend getroffen. Dieses Mal allerdings nicht wie gewohnt am ersten Donnerstag im Monat. Unser gemütliches Gildehaus war an diesem Tag schon anderweitig belegt.
Offenbar wollte jemand anders auch Kultur erleben, aber bestimmt nicht so schön wie wir. Also hieß es für uns, eine Woche später die Kameras einpacken und los. Man muss schließlich auch im Hobby flexibel sein, sonst knipst am Ende noch jemand das falsche Datum aufs Bild.
Tage zuvor hatte unser Vereinsvorsitzender Karl Kainer Görke die Einladung zum Vereinsabend per Mail verschickt und alle wussten natürlich bestens über die Punkte der Tagesordnung Bescheid.
Pünktlich um 19 Uhr 30 ging es dann los. Die Vereinssitzung wurde eröffnet. Manche sagen es war ein feierlicher Moment andere meinen eher es fühlte sich an wie der Startschuss zu einem Fotomarathon. Nur dass keiner wegrannte sondern alle brav sitzenblieben.
Punkt eins auf der Tagesordnung war der Rückblick auf den Herbstausflug am Wochenende der Fotogilde. Alle waren sich einig es war ein gelungenes Wochenende. Gut geplant und noch besser durchgeführt. Das Treffen mit dem Fotoclub das Auge war ein echter Hingucker. Die Stadtrundführung brachte neue Einblicke und die Fährfahrt sorgte für frischen Wind im Haar.
Am Ende gab es großen Dank an die Organisatoren die offensichtlich mehr Durchblick hatten als so mancher durch die Kameralinse.
Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war die Frage nach dem Tagungsraum für unsere Vereinstreffen und Praxisabende im Winter. Leider steht uns das Akzent Hotel Deutsche Eiche nicht mehr zur Verfügung.
Dort gibt es keine Gastronomie mehr und ohne Getränke und Knabbereien sitzt es sich einfach nicht so gemütlich. Das bedauern wir sehr denn über viele Jahre haben wir uns dort pudelwohl gefühlt. Auch die jetzigen Räume im Gildehaus gefallen uns richtig gut.
Nur naht nun die Weihnachtszeit und da könnte es passieren dass wir statt Fotos zu machen mit einer fremden Weihnachtsgesellschaft Plätzchen teilen müssen. Für November und Dezember muss also eine Lösung her und das ist gar nicht so leicht. Die Mitglieder haben schon die Ohren gespitzt und sich umgehört. Es werden fleißig neue Möglichkeiten ausgelotet. Im Blog gibt es dazu natürlich rechtzeitig Neuigkeiten. Wir sind gespannt was die Zukunft uns bringt vielleicht ja sogar einen Raum mit extra Steckdosen für alle Ladegeräte
Bevor wir den Beamer unter Strom setzten und die Fotos groß an die Wand warfen ging es noch um das nächste Fotothema für den Monat November. Passend zur Jahreszeit lautet es Nebel und Dampf. Da kann man schon gespannt sein was unsere kreativen Fotografen so alles ins rechte Licht rücken. Vielleicht geheimnisvolle Bäume im Morgennebel vielleicht eine dampfende Tasse Kaffee oder am Ende sogar der gute alte Schnellkochtopf. Wir lassen uns überraschen was die Kameras so einfangen bevor alles wieder im Nebel verschwindet.
Jetzt hieß es Beamer aufbauen und sich zurücklehnen um die Fotos unserer Mitglieder zu genießen. Das Monatsthema im September war Komplementärfarben und dazu wurden viele tolle Bilder eingereicht.
Aber keine Sorge die zeigen wir heute noch nicht. Die große bunte Auswahl bekommt ihren ganz eigenen Beitrag. Spannung muss schließlich sein sonst wäre es ja langweilig. Also seid gespannt was da noch kommt. Ein kleines Foto gibt es aber doch damit die Neugier nicht völlig im Dunkeln bleibt. Sozusagen ein Appetithäppchen in Farbe.
Was wir aber an diesem Abend noch zu sehen bekamen war das besondere Foto. Beim Vereinsabend stellt immer ein Mitglied der Fotogilde sein persönliches Lieblingsbild vor und erzählt warum gerade dieses Bild für ihn oder sie so besonders ist. Dieses Mal war Birgit Reichenbach an der Reihe. Wir sahen ihr Foto und erfuhren die spannende Geschichte dazu. Manche meinten fast man brauche dazu Popcorn so interessant war die Erklärung. Wieder einmal zeigte sich jedes Bild hat nicht nur Farbe und Form sondern auch eine Geschichte dahinter.
DAS BESONDERE FOTO
Reisen bildet.
Unter diesem Motto stand 2024 eine Begegnung im Oman mit einer ungewöhnlichen Frau. Ich traf
sie im „Oman Across Ages Museum“ in der Nähe der historischen Stadt Nizwa. Sie fiel mir durch
eine außergewöhnlich elegante Art sich zu kleiden auf. Als ich sie um Erlaubnis nach einem Foto
fragte, reagierte sie sehr freundlich, aber auch überrascht. Aus dem sich anschließend ergebenden
Gespräch hat sie viele Informationen des Reiseleiters bestätigt. Zum Beispiel, dass Schulbildung
und Gesundheitsversorgung für die Omanis kostenfrei sind. Sie selbst unterrichte Kunst am
„Scientific College of Design“ in der Hauptstadt Muscat. Würde sie im Ausland studieren wollen,
erstatte der Sultan die Hälfte der Studienkosten, damit der Oman künftig von diesem Wissen
profitieren könne. Beliebt sei übrigens ein Medizinstudium in Deutschland.
Im weiteren Verlauf der Reise fand ich eine Reihe von bei uns gängigen Vorurteilen der
muslimischen Bevölkerung gegenüber nicht bestätigt. Das zeigte sich noch einmal mehr, als mein
Mann und ich zufällig während des Festivals des Deutschen Films in Muskat auf eine große Gruppe
von Freunden der Deutschen Sprache im Oman stießen.
Reisen bildet eben.
Birgit Reichenbach
Gegen 21 Uhr 30 ging der Vereinsabend langsam zu Ende.
















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