Die Fotogilde Uelzen festigt weiter die Freundschaft mit Frankreich

Seit nunmehr über 45 Jahren pflegt die Fotogilde Uelzen den Austausch mit unserer Französischen Partnergemeinde Bois-Guillaume in der Normandie und ist damit eine der tragenden Säulen des Komitees für internationale Städtepartnerschaft des Kreises Uelzen.

Der Besuch begann wie üblich am Himmelfahrtstag, man erlebte wieder die freundschaftliche Aufnahme in den Partnerfamilien und fand viel zu kommunizieren. Der Grundgedanke ist die Bildung und Festigung der Partnerschaft in der Familie, die nach Möglichkeit über Jahre Bestand haben sollte, kurz gesagt, man kennt sich eben.

Der offizielle Teil des Programms begann am Freitag, dem 15. Mai mit dem Besuch des sehenswerten Arboretum von Hartcourt. Mit einer Fläche von 15 Hektar ist es eins der ältesten Aboreten Frankreichs, gegründet 1802. Hier sind zahlreiche bemerkenswerte Baumarten zu bewundern wie z.B. die 200 Jahre alten Libanon-Zedern oder auch etwas aus unseren Landen: die Süntel-Buchen aus dem Weserbergland.

Das Arboretum ist auch eine forstwissenschaftliche Stelle für botanische Versuche zur Erforschung von resistenten Baumarten angesichts des Klimawandels.

In dem Gelände war auch das Schloss von Hartcourt zu finden, das im 12. Jahrhundert von Errand de Hartcourt errichtet wurde, er war einer der Mitkämpfer von Guillaume de Conquérant (Wilhelm der Eroberer).

Nach einem Essen bester französischer Küche konnte man wieder etwas Kraft schöpfen, um dann am Nachmittag die Abtei Le Bec-Héluin, gegründet 1034, zu besichtigen. Ein Mönch des Klosters führte mit entsprechenden Erklärungen durchs Gelände, leider nur auf Französisch und aufgrund der vielen Besucher konnte man ihn schlecht verstehen, es war einfach zu unruhig. Entschädigt wurde man durch den Besuch des Ortes, der als einer der schönsten Frankreichs gilt.



Am Samstag Vormittag führte uns der Weg zum Schloss St-Pierre de Varengeville mit zeitgenössischer Kunst, zur Zeit mit einer Ausstellung der Architektin und Designerin Bina Baitel. Das Schloss war 1898 in Anlehnung an den Stil von Ludwig dem XIII. erbaut. Seit 1969 ist das Anwesen im Besitz der Versicherungsgesellschaft Matmut mit Generaldirektor Daniel Havis, der es zu einem Kunstzentrum umgestaltet hat.


Der Park bot mit einem Japanischen Garten, einem Labyrinth, einem Rosengarten und anderem viele Fotomotive, die uns begeistert haben und den Auslöser nicht zur Ruhe kommen ließen.




Wir wären nicht ein Fotoclub im Austausch, wenn es nicht auch eine Fotoausstellung gäbe. Die Partnergemeinden stellen sich abwechselnd die Themen, in diesem Jahr hieß es: „L’art des jardins“, übersetzt „Kunst der Gärten“. Der Vorstand des französischen Clubs Jean-Pierre Le Moign hat mit viel Aufwand und Unterstützung seitens der Mitglieder eine ansehnliche Präsentation gezeigt. Zu dieser Gelegenheit waren auch die offiziellen Vertreter des Austausches und des Ortes geladen, was sich dann als Anlass für die obligatorischen Reden anbot.



Am Abschlussabend konnten wir nochmals exquisite Französische Küche genießen und ausgiebig Freundschaften pflegen.   

































 

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